Erster Spatenstich mit Ministerpräsident Söder: Offizieller Baubeginn für die Technische Universität Nürnberg

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Mit der Gründung der TU Nürnberg wagt Bayern etwas Neues und schafft den Prototyp einer neuen Universitätskultur. In den Campus der TU Nürnberg investieren wir 1,2 Milliarden Euro für bis zu 6000 Studierende und 240 Professuren. Wir loggen uns ein in ein Netzwerk von Forschung und Entwicklung für ein neues Level von Wissenschaft.“ Mit einem feierlichen Spatenstich haben die Bauarbeiten für die Technische Universität Nürnberg offiziell begonnen. Das erste Gebäude, das am Areal an der Brunecker Straße entsteht, ist das Verfügungsgebäude.

NÜRNBERG. „Interdisziplinär, international und digital – das sind die Markenzeichen der Technischen Universität Nürnberg. An der Brunecker Straße entsteht eine Universität, die Modellcharakter haben kann, bayern- und deutschlandweit. Neben der klugen fachlichen Konzeption, engagiertem und begeistertem Personal braucht es dafür auch eine hervorragende bauliche Planung und Infrastruktur. Der heutige Spatenstich macht deutlich, dass auch dafür gesorgt ist. Sowohl für die Technische Universität Nürnberg als auch für den Hochschulstandort Bayern setzen wir heute einen wichtigen Meilenstein“, betonte Wissenschaftsminister Bernd Sibler beim feierlichen Spatenstich.

Bau der Erschließungsstraßen abgeschlossen

Die Technische Universität Nürnberg wurde im Januar 2021 als zehnte staatliche Universität in Bayern gegründet. Mit dem ersten Spatenstich können nun, nur acht Monate später, die Arbeiten am ersten Gebäude beginnen. Der Bau der Erschließungsstraßen ist bereits abgeschlossen. Das Baugebiet der Technischen Universität Nürnberg liegt an der Brunecker Straße im Nürnberger Süden. Hier wird in den nächsten Jahren ein komplett neues Stadtviertel entstehen. Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg: „Es ist ein historischer Tag für unsere Stadt. Die Technische Universität Nürnberg wird sichtbar und somit Herzstück des neuen Stadtteils Lichtenreuth. Jetzt geht es darum, diesen neuen Wissenschaftsstandort als innovativen Lern- und Lebensort in den urbanen Raum hineinwachsen zu lassen. Heute geht’s los – packen wir es gemeinsam an. Wir sind dem Freistaat Bayern dankbar, dass er dieses Jahrhundertprojekt für Nürnberg ermöglicht hat.“

Nürnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Dr. Michael Fraas betont: „Die Technische Universität Nürnberg ist eine herausragende Bereicherung für unser Innovationsökosystem. Sie stärkt den gesamten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Metropolregion Nürnberg, ist Treibstoff für die technologiegetriebenen, wissensbasierten Unternehmen in der Metropolregion und wird zu neuen High-Tech-Gründungen sowie -Ansiedlungen führen.“

Verfügungsgebäude für Präsidium und Verwaltung

Das erste Gebäude am neuen Campus wird das Verfügungsgebäude sein. Hier werden vorrangig das Gründungspräsidium, die Verwaltung und verschiedene zentrale Einrichtungen der Technischen Universität Nürnberg ihre Räume beziehen. Auch die Chairs der ersten Departments mit ihren Leitungsstäben werden vorübergehend im Verfügungsgebäude angesiedelt sein. Mit einer Fläche von rund 2.500 qm Nutzfläche bietet das Gebäude Platz für rund 120 Personen. „Das ist eine großartige Chance eine interdisziplinäre, internationale und digitale technische Universität nach modernsten Gesichtspunkten zu errichten. Nürnberg ist ein hervorragender Ort, um ein solches Vorhaben zu realisieren. Mit dem Verfügungsgebäude gehen wir einen ersten baulichen Schritt in diese Richtung“, so Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, Gründungspräsident der Technischen Universität Nürnberg. Das Team um den Präsidenten und um Kanzler Dr. Markus Zanner plant, das Gebäude Ende 2023 zu beziehen. Bis dahin schreiten die strukturellen Arbeiten an der Errichtung der Universität sowie die Konzeption von Forschung und Lehre im Interimsquartier in der Ulmenstraße voran.

Klimaschonender Campus

Den Siegerentwurf für die Struktur- und Rahmenplanung hat das Planungsteam Ferdinand Heide Architekten/TOPOS entwickelt. Kern des Konzepts ist ein vernetzter, urbaner und nachhaltiger Campus. Neben Natur- und Artenschutz sowie dem Erhalt wertvoller Grünelemente spielt bei den Neubauten für die Technische Universität Nürnberg der Klimaschutz eine entscheidende Rolle. So wird ein möglichst klimaneutraler Campus angestrebt, der sich überwiegend mit erneuerbaren Energien versorgt. Zudem sollen nachhaltige Gebäude entstehen. Hierbei liegt der Fokus zum einen auf dem Einsatz ökologischer Baustoffe wie zum Beispiel von Holzbauelementen. Zum anderen werden die Gebäude so konzipiert, dass eine hohe Flexibilität hinsichtlich künftiger Nutzungen besteht.

Foto: © Technische Universität Nürnberg / Marcus Rebmann

 

Audiozitat von Wissenschaftsminister Bernd Sibler: